Dr. Philipp Hubert, Psychologe

Teamworkshops: Zusammenarbeit im Team verbessern

Für Führungskräfte und Teams: klare Kommunikation, wirksames Konfliktmanagement und verbindliche Umsetzung.


  •  100+ Unternehmen: mehr Teamkohäsion und stabilere Teamresilienz in belastenden Phasen.
  • 2.000+ Führungskräfte: Konflikte früher klären und konsequenter lösen.
  • Nebenwirkungen, die Kunden häufig nennen: spürbar weniger Überlastung und reduzierte Fehlzeiten.
Kostenlose Team-Diagnose vereinbaren

Kommunikation & Konfliktmanagement im Team


Wenn Kommunikation unscharf ist, entstehen Missverständnisse, Reibung und langsame Entscheidungen. In den Teamworkshops etablieren wir einfache Regeln, mit denen Sie Konfliktmanagement und Konfliktlösung im Alltag handhabbar machen – ohne Eskalation und ohne „Harmonie-Theater“.


  • Gesprächsregeln, die auch unter Druck funktionieren
  • Konflikte früher erkennen und schneller klären
  • Verantwortung in Gesprächen statt Schuldzuweisungen
  • Klarere Entscheidungen durch eindeutige Zuständigkeiten


Teamführung: Rollen und Verantwortlichkeiten klären


High-Performance entsteht nicht durch mehr Tempo, sondern durch Klarheit. Wir klären Rollen und Verantwortlichkeiten, Entscheidungsrechte und Schnittstellen – damit Teamführung planbar wird und Ownership tatsächlich im Team ankommt.


  • Klare Verantwortliche statt „alle sind zuständig“
  • Weniger Reibung an Übergaben und Schnittstellen
  • Entscheidungswege, die eine Umsetzung ermöglichen
  • Erwartungen werden konkret und überprüfbar


Teamziele & Teamperformance steigern


Viele Teams arbeiten viel – aber nicht immer auf dasselbe Ergebnis. Wir schärfen Teamziele, Prioritäten und Umsetzungsroutinen, damit Fortschritt sichtbar wird und Ihre Teamperformance nachhaltig steigt.


  • Teamziele, die Orientierung geben (nicht nur Wunschlisten)
  • Fokus statt Parallelbaustellen
  • Umsetzung mit klaren Standards und Rhythmus
  • Messpunkte: Woran erkennen Sie Verbesserung konkret?


Teamresilienz & psychologische Sicherheit (Psychological Safety)


Psychologische Sicherheit bedeutet: Themen, Fehler und Konflikte können offen angesprochen werden, ohne Abwertung oder Angst. Das stärkt Teamresilienz, weil Teams unter Druck handlungsfähig bleiben und Probleme früher lösen. In Ihren Teamworkshops etablieren wir dafür klare Regeln und Führungsroutinen, die Offenheit und Verbindlichkeit verbinden.



  • stabilere Leistung unter Druck
  • weniger Überlastung durch frühere Klärung
  • Verbindlichkeit ohne Angstkultur

Organisationsentwicklung & Personalentwicklung


Damit Ergebnisse aus Teamworkshops bleiben, braucht es passende Strukturen. Ich verbinde Workshop-Ergebnisse mit pragmatischer Organisationsentwicklung und Personalentwicklung: Führungssysteme, Routinen und Kompetenzen so gestalten, dass Zusammenarbeit dauerhaft funktioniert.


  • Zusammenarbeit als System verbessern (nicht nur als „Kulturthema“)
  • Routinen und Regeln, die im Alltag tragen
  • Entwicklungsschritte für Führungskräfte, die Umsetzung sichern
  • Nachhaltigkeit statt „ein guter Workshop-Tag“

Kostenlose Team-Diagnose (45 Minuten)


In 45 Minuten klären wir, wo Ihre größten Hebel liegen: KonfliktmanagementTeamführungRollen und Verantwortlichkeiten und Teamziele. Sie erhalten eine klare Prioritätenliste mit 3–5 nächsten Schritten, um die Zusammenarbeit im Team gezielt zu verbessern.


Vertraulich · Keine Vorbereitung nötig · Klare nächste Schritte

Kostenlose Team-Diagnose vereinbaren

Über mich


Dr. Philipp Hubert, M. Sc. Psychologe, Fachbuchautor – ich unterstütze Unternehmen dabei, die Zusammenarbeit im Team messbar zu verbessern. Meine Schwerpunkte sind Teamworkshops für Führungskräfte, Konfliktmanagement und Konfliktlösung, klare Rollen und Verantwortlichkeiten sowie die Entwicklung von Teamführung und Teamperformance. Als Experte für die Arbeit mit Teams und Gruppen verbinde ich wissenschaftliche Evidenz mit praxistauglichen Interventionen – damit Veränderung im Alltag wirkt und nicht nach dem Workshop verpufft.


Der Erfolg meiner Klienten ist dabei mein Maßstab. Unternehmen, die mit mir zusammenarbeiten, gewinnen auf mehreren Ebenen: Sie schaffen die Grundlage, um nachhaltig zu wachsen und Ruhe zu bewahren – weil ein Team, das wirklich funktioniert, mehr leistet als die Summe seiner Einzelteile. Sie lösen bestehende Konflikte auf, die im Alltag Energie kosten, Entscheidungen verlangsamen und das Miteinander belasten. Und sie arbeiten danach effizienter – mit klaren Rollen, besserer Kommunikation und einem gemeinsamen Verständnis von Verantwortung.

Mehr von mir lesen und hören

Cover des Buchs

Ausgewählte Publikationen


👉 In Forschungsprojekten identifizierte Erfolgsfaktoren für Team‑Klima & Führung – direkt übertragbar auf Ihr Unternehmen.


Hubert, P., Etgen, S., Mojzisch, A., Roswag, M., & Häusser, J. A. (2025). Examining the underpinnings of psychosocial safety climate in organizations: A crafting and identity perspective. Journal of Occupational and Organizational Psychology, 98(4). https://doi.org/10.1111/joop.70075


Hubert, P., Hadi, S. A., Roswag, M., Mojzisch, A., & Häusser, J. A. (2025). Organizational identification moderates the effects of perceived COVID-19 safety climate on COVID-19 safety behavior in employees’ personal life: A social identity approach. Applied Psychology. Health and Well-Being, 17(4), e70057. https://doi.org/10.1111/aphw.70057


Hubert, P. (2025). Organizational climate and employee health outcomes: An empirical examination of mechanisms and boundaries. Justus-Liebig-Universität Gießen. https://doi.org/10.22029/JLUPUB-19948


Hubert, P., Abdel Hadi, S., Mojzisch, A., & Häusser, J. A. (2022). The effects of organizational climate on adherence to guidelines for COVID-19 prevention. Social Science & Medicine (1982), 292(114622), 114622.https://doi.org/10.1016/j.socscimed.2021.114622

Schlotter, L., & Hubert, P. (2020). Generation Z – Personalmanagement und Führung: 21 Tools für Entscheider (1. Aufl.). Springer Gabler.


Psychologische Sicherheit & Teamperformance – der Praxisblog

von Philipp Hubert 26. März 2026
Die Begriffe „Change Management“ und „Transformation“ lösen bei viele Menschen in Organisationen schlechte Laune aus. Zu kaum einem Thema gibt es so viele Bücher und Meinungen wie zu Veränderungen in Organisationen – besonders wenn man VUCA oder Agilität dazunimmt. Im Kern geht es um Veränderungen im Unternehmen Die zentrale Aussage lautet: Veränderung ist immer. In diesem Text konzentriere ich mich auf die drei essenziellen Aspekte jeder Veränderung – nicht auf die vielen verschiedenen Modelle. 1. Das Gehirn mag keine Veränderungen. Egal, welche Methode Sie nutzen werden, es gilt: Unser Gehirn mag keine Veränderung. Es arbeitet am liebsten mit bekannten Mustern, um Energie zu sparen und Handlungen vorherzusagen. Immer wenn sich Dinge verändern, müssen wir uns mehr bewegen oder es müssen sich neue Hirnstrukturen bilden. Das Gehirn stellt dafür zusätzliche Energie bereit. Dieses Bereitstellen ist nichts anderes als Stress und das löst es im Unternehmen aus. Deshalb wird es Widerstand geben, weil das eine natürliche Reaktion ist. Was sich daraus für mich ergibt, ist vor allem eine Information für die Verantwortung für das Begleiten der Veränderung. Wer die Veränderung möchte, ist verantwortlich für den Prozess. Menschen wehren sich oft gegen Veränderungen, selbst wenn diese langfristig besser für sie sind. Wichtig ist: Präsenz zeigen und die Emotionen der Gruppe aufnehmen und regulieren. Das heißt nicht, dass Mitarbeiter*innen eine Ausrede haben, Änderungen, die formal festgelegt werden, einfach nicht mitzugehen. Aber oft werden Änderungen beschlossen und kommuniziert, ohne dass jemand die Verantwortung für den Prozess übernimmt. Es passiert auch oft, dass die Verantwortung auf eine „Strohperson“, etwa Unternehmensberater, übertragen wird. Sie soll den Prozess leiten, hat aber eigentlich keine wirklichen Befugnisse. Fehlt diese klare Verantwortung, wird unser Gehirn nervös und sucht Fluchtwege. Die Verantwortung muss von denen übernommen werden, die die Änderung wirklich wollen. Sie kann nicht delegiert werden – schon gar nicht an externe Firmen. Widerstände sind ein Zeichen dafür, dass Sie tatsächlich etwas verändern. Sind alle einverstanden, gab es vielleicht gar keine echte Änderung. Für die verantwortliche Person ist dieser Widerstand möglicherweise schwer auszuhalten und kostet wirklich Energie. Hier können externe Berater wie ich sinnvoll unterstützen. Ich unterstütze Entscheider*innen dabei, den Widerstand a.) als ein Zeichen zu begreifen, dass sich etwas bewegt, und b.) sich bewusst zu machen, dass es die Aufgabe und Verantwortung der Person, die Veränderung möchte, ist, für diese Prozesse Kraft zu haben. 2. Gespräche führen Das Wichtigste für erfolgreiche Veränderungen ist: sprechen. Über das, was geplant ist, welche Freiräume es gibt und wie der Prozess abläuft. Kommunikation fördert Verständnis und deckt blinde Flecken auf. Die Verantwortlichen müssen diese Gespräche selbst führen oder zumindest dabei sein. Sie sollten nicht delegiert werden. Man kann sich das wie einen leeren Raum im Kopf vorstellen. Je mehr Informationen wir über den Prozess haben, desto mehr füllt sich dieser Raum mit der Wirklichkeit. Wenn Menschen nicht eingebunden werden und nicht wissen, was passiert, interpretieren sie. Das bedeutet, Gehirn trifft dann Vorhersagen und füllt den Raum mit vergangenen Erfahrungen statt mit der Realität. So entstehen unrealistische Ängste und Sorgen, Gespräche können diese abbauen oder von vornherein vermeiden. Wichtig ist auch: Die Gesprächsergebnisse sollten nachvollziehbar dokumentiert werden. Ich mache mich manchmal über Coaches lustig, die nur mitschreiben, was gesagt wurde – auf Flipcharts oder Karteikarten. Aber Gedanken aufzuschreiben – oder besser: zu visualisieren – schafft Klarheit, Verbindlichkeit und Transparenz. Das funktioniert auch digital: auf einem Whiteboard oder durch eine KI-Zusammenfassung des aufgezeichneten Gesprächs. So lassen sich die Ergebnisse besser mit anderen teilen und besprechen. Das klingt in der Theorie nachvollziehbar. Doch warum werden in der Praxis diese wichtigen Gespräche oft nicht geführt? Angst vor der Veränderung durch Gespräche: Gespräche zwingen uns, eigene Annahmen zu hinterfragen. Das gilt für beide Seiten. Ein Gespräch kann bedeuten, dass wir unser Veränderungsvorhaben anpassen müssen. Das wissen wir – oft unbewusst – und vermeiden deshalb die Konfrontation. → Mögliche Lösung: Stellen Sie sich die Veränderung als Fassade vor – Sie sehen nur die Vorderseite. Erst durch Gespräche mit anderen können Sie dahinter schauen. Je mehr Gespräche Sie führen, desto besser verstehen Sie, was wirklich dahintersteckt. Angst vor der Reaktion des Gegenübers: Oft erscheint uns die Reaktion anderer unberechenbar. Wir befürchten, sie durch unsere Aussagen zu verletzen. → Mögliche Lösung: Visualisieren Sie den Nutzen der Veränderung. Das aktiviert positive Emotionen und erleichtert schwierige Gespräche. Es gibt Dinge, über die wir nicht mit anderen sprechen: Bei sensiblen Themen wie Unternehmensverkauf oder Fusion können Prozesse nicht offen besprochen werden. Das ist nachvollziehbar für alle Beteiligten. Es ist aber wichtig, den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen, um andere einzubeziehen. In diesen Momenten der Wahrheit müssen alle relevanten Personen rechtzeitig informiert werden. → Mögliche Lösung: Legen Sie sich klare „Wenn-Dann“-Regeln fest, um an kritischen Punkten niemanden zu vergessen (etwa: „Wenn wir den Letter of Intent unterzeichnen, informiere ich Person X“). Diese Ängste sind präsent, – manchmal einzeln, manchmal bewusst, oft aber unausgesprochen. Trotzdem gilt: Das Gespräch zu führen ist alternativlos! 3. Zeit am Anfang ist besser investiert und wird unterschätzt Ein häufiger Fehler bei Veränderungsvorhaben: Am Anfang wird zu wenig Zeit eingeplant. In jedem Veränderungsprozess entstehen unvorhergesehene Probleme. Je früher alle Beteiligten ein gemeinsames Verständnis entwickeln, desto besser können sie diese Probleme lösen. Fehlt dieses gemeinsame Verständnis, können kleine Probleme den gesamten Veränderungsprozess gefährden. Deshalb ist es wichtig, sich zu Beginn Zeit für vorbereitende Gespräche zu nehmen. Faustregel: Bevor Sie einen Workshop oder eine Besprechung über Veränderungen durchführen, sollten Sie doppelt so viel Zeit für Vorgespräche mit den Beteiligten einplanen. Danke fürs Lesen! Quellen Barrett, L. F. (2021). Seven and a half lessons about the brain. Picador. Kühl, S., & Muster, J. (2018). Designing organizations: A very brief introduction. Organizational Dialogue Press. Obholzer, A., & Roberts, V. Z. (Hrsg.). (2019). *The unconscious at work: A Tavistock approach to making sense of organizational life* (2. Aufl.). Routledge Member of the Taylor and Francis Group.
von Philipp Hubert 2. März 2026
The body content of your post goes here. To edit this text, click on it and delete this default text and start typing your own or paste your own from a different source.
von Philipp Hubert 20. Februar 2026
Früher hätte ich einfach gesagt: Führung ist anstrengend, weil der Umgang mit Menschen anstrengend ist. Auch heute stehe ich noch zu dieser Aussage, aber ich verstehe jetzt besser, warum das so ist. Außerdem weiß ich, wie Führungskräfte bewusster mit ihrer Energie umgehen können. Die Führungskraft als Projektionsfläche Jeder Mensch bringt seine eigene Persönlichkeit, Probleme, Bedürfnisse und Wünsche mit zur Arbeit. Normalerweise haben diese nichts mit der eigentlichen Arbeit zu tun. In meiner Zeit bei einer Beratungs-Hotline für psychisch belastete Mitarbeiter*innen fiel mir auf, dass abgesehen von systematischem Mobbing, immer auch private Themen eine Rolle spielten. In Deutschland verbringen wir unsere Kindheit, Jugend und oft einen Teil unserer 20er Jahre, ohne Vollzeit zu arbeiten. Dann stoßen wir auf die Arbeitswelt. Dabei wirken Probleme am Arbeitsplatz oft wie organisatorische Schwierigkeiten. Die individuellen Dynamiken, die Menschen mitbringen, werden oft übersehen. Auch die WHO sagt, dass nur ca. 10% depressiver Symptome auf den Arbeitsplatz zurückzuführen sind. Das Problem ist, dass Führungskräfte und manchmal sogar die Mitarbeiter*innen selbst sich dieser persönlichen Dynamiken nicht bewusst sind und sie deshalb am Arbeitsplatz wirken. Führungskräfte werden oft zu Spiegeln für die persönlichen Dynamiken und unausgesprochenen Wünsche ihrer Mitarbeiter*innen. Diese unbewussten Kräfte können Energie kosten, da sie im Hintergrund wirken, ohne dass jemand sie bemerkt. Dies betrifft alle Arten von Teams, unabhängig von ihrer Größe oder Hierarchiestufe. Es ist wichtig zu verstehen, dass Führungskräfte immer die Dynamiken ihres Teams mittragen müssen. Leider ist sich dessen nicht jede Führungskraft bewusst, und es wird oft nicht zu Beginn ihrer Karriere erklärt. Zu wissen, dass dies normal ist, kann jedoch entlastend sein und hilft, die eigene Arbeit besser zu verstehen. Führungsarbeit bedeutet, die Dynamik der Mitarbeiter*innen zu verstehen und mit ihr umzugehen, um das Hauptziel des Teams zu erreichen. Dabei ist wichtig zu unterscheiden: Führungskräfte sind keine Psychologen. Sie bearbeiten nicht die persönlichen Probleme der Belegschaft. Ihre Aufgabe ist es, den Fokus der Arbeit auf das Ziel und den Zweck zu richten und den damit verbundenen Widerstand selbst zu bewältigen. Was bedeutet das für Führungsarbeit? Übertragungen bewusst machen Oft erkennen wir nicht, wie viele unserer Gefühle von anderen Menschen beeinflusst sind. Jede Führungskraft bringt zudem ihre eigenen Herausforderungen mit. Daher ist es wichtig, sich durch Coaching, Beratung oder auch Psychotherapie mit sich selbst auseinanderzusetzen. So kann man die Abläufe am Arbeitsplatz besser verstehen und erkennt, welche Emotionen von den Mitarbeitern auf einen selbst übertragen werden. In sozialen Netzwerken, etwa auf LinkedIn, wird Führungskräften oft viel vorgeworfen, und es wird behauptet, ein anderer Führungsstil wäre besser. Mein Rat an alle, egal ob Führungskraft oder nicht, ist, sich selbst und die eigene Interaktion mit der Umwelt besser zu betrachten. Das halte ich für ein Zeichen von erwachsenem Verhalten. Dieser Prozess ist nicht immer einfach oder angenehm, aber er führt langfristig zu mehr Ruhe und Klarheit. Starke Emotionen als Zeichen für fehlende emotionale Integration begreifen Drei starke Emotionen, die durch Projektionen der Mitarbeiter*innen bei Führungskräften entstehen, sind häufig Aggression (Kampf), Ohnmacht (Erstarren) und Einsamkeit (Flucht). Es gibt auch andere Reaktionen, doch viele Führungskräfte erkennen sich in einer dieser drei Emotionen wieder. Ich habe eine Führungskraft begleitet, die ein junges Team leitete. Während einer besonders belastenden Phase für die Organisation wurde – rückblickend betrachtet – deutlich, dass es auch im Team viele ungelöste persönliche Themen gab. In den wöchentlichen Besprechungen stellte das Team plötzlich grundlegende Aufgaben und Verantwortlichkeiten infrage und weigerte sich, diese weiterhin zu übernehmen. Die Führungskraft selbst war zu dieser Zeit ebenfalls stark durch private Belastungen beansprucht und konnte die Dynamik im Team nicht mehr steuern. Unter Druck gab sie den Forderungen des Teams nach und leitete diese in einem stark konfrontativen Ton direkt an die Geschäftsleitung weiter. Sie verstand sich dabei als Einzelkämpferin, die die Interessen ihres Teams vertreten wollte. Zwar nahm sie Gefühle von Ohnmacht, Aggression und Einsamkeit wahr, doch erkannte sie diese nicht als Signale innerer oder systemischer Spannungen. In meiner Arbeit habe ich gelernt, dass es hilfreich ist, starken Emotionen mit Ruhe, Verantwortungsbewusstsein und einem Fokus auf Zusammenarbeit zu begegnen. Wenn Führungskräfte intensive Emotionen erleben, ist das oft ein Hinweis darauf, dass im System – bei Einzelnen oder im Team – unbearbeitete emotionale Themen vorhanden sind. Eine bewährte Strategie in solchen Situationen ist es, strukturierte Gruppentreffen zu etablieren, in denen sich verschiedene Ebenen der Organisation offen über ihre Erfahrungen und Gefühle am Arbeitsplatz austauschen können. Bereits ein bis zwei Stunden in einen solchen Dialog zu investieren, kann die Zusammenarbeit und das gegenseitige Verständnis im Alltag spürbar verbessern. Energie für die Führungsarbeit bewusst haben Führungskräfte fühlen sich oft gestresst, weil sie glauben, dass ihre Position aufgrund des Organisationssystems und ihrer Sandwich-Position besonders anspruchsvoll ist. Allerdings hat sich in über 100 Jahren Führungsforschung kein spezifisches System oder Führungsstil als überlegen erwiesen. Führungsarbeit erfordert mehr Energie als andere Aufgaben ohne Führungsverantwortung. Deshalb müssen Führungskräfte bewusst auf ihr Energielevel achten. Das bedeutet, dass sie auf gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf achten sollten. Auch soziale Kontakte außerhalb der Arbeit sind wichtig, solange dort keine belastenden Dynamiken oder übermäßige Erwartungen herrschen. Diese Aspekte sind essenziell für ein gesundes Energiemanagement und die psychische Gesundheit von Führungskräften. Es ist wichtig, sich diese Grundlagen immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, besonders in Bezug auf Resilienz. Ohne diese Basis ist eine weitere psychologische Analyse unnötig. Meine Rolle im Unternehmen ähnelt der von Führungskräften. Oft merke ich, dass als beratender Psychologe Erwartungen und Wünsche auf mich projiziert werden, die ich als "Retter" erfüllen soll. Ich mache diese Gefühle bewusst und bespreche sie mit der Gruppe. Um mit dieser intensiven Energie umzugehen und nicht selbst überfordert zu werden, sorge ich dafür, dass ich in meiner Arbeit als Coach gut vorbereitet bin. Das bedeutet, dass ich in arbeitsintensiven Wochen auf ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und Bewegung achte. Außerdem nehme ich selbst Coaching in Anspruch und arbeite an meiner Selbsterkenntnis, um meine eigenen Themen zu verstehen, die ich natürlich auch in meine Arbeit einbringe. Der Austausch mit anderen Führungskräften zu diesen Themen kann helfen, sich nicht allein zu fühlen. In sozialen Berufen ist Supervision, also der Austausch zwischen Teammitgliedern, üblich. Nach meiner Erfahrung wird dieses Format in wirtschaftlichen Unternehmen oft zu wenig genutzt. Meistens bleibt es bei Einzel-Coachings und fachlichen Workshops. Die Erfahrungen einer Gruppe von Führungskräften können jedoch eine tiefere Veränderung der Haltung und das Erkennen der eigenen Grenzen fördern. Danke fürs Lesen! Quellen Fischer, T., & Sitkin, S. B. (2023). Leadership styles: A comprehensive assessment and way forward. Academy of Management Annals, 17(1), 331–372. https://doi.org/10.5465/annals.2020.0340 Heltzel, R. (2024). Grundlagen psychodynamischer Organisationsberatung. Psychosozial-Verlag. Preventing disease through a healthier and safer workspace . (2018, September 13). Who.int; World Health Organization. https://www.who.int/publications/i/item/preventing-disease-through-a-healthier-and-safer-workspace

Häufig gestellte Fragen

  • Was passiert in einem Teamworkshop?

    Meine Teamworkshops sind kein Kommunikationstraining, sondern strukturierte Arbeit an Führung und Zusammenarbeit.


    Wir klären:

    • Wie sind Rollen und Verantwortlichkeiten tatsächlich verteilt?
    • Wo fehlt Ownership?
    • Wie werden Entscheidungen getroffen?
    • Welche Konflikte im Team bleiben unbearbeitet?

    Ziel ist, die Zusammenarbeit im Team zu verbessern – nicht atmosphärisch, sondern strukturell.

    Das Ergebnis: klare Verantwortlichkeiten, höhere Teamperformance und belastbare Entscheidungsfähigkeit.

  • Für welche Personen sind Teamworkshops geeignet?

    Teamworkshops funktionieren für alle Zusammensetzungen von Personen in der Organisation.


    Typische Konstellationen:

    • Geschäftsleitungen
    • Bereichs- und Abteilungsleitungen
    • Teams in Wachstum, Transformation oder Nachfolge
    • Teams mit wiederkehrenden Konflikten
    • Alle Mitarbeitenden eines Unternehmens / Teams

    Branchenunabhängig.


    Geeignet für alle, die Organisationsentwicklung ernst nehmen – nicht für reine Motivationsformate.

  • Wieviele Personen können an einem Teamworkshop teilnehmen?

    Meine Teamworkshops sind flexibel skalierbar.


    Typischerweise arbeite ich mit 5–20 Personen – also mit Führungsteams oder klar definierten Arbeitsgruppen.


    Grundsätzlich sind jedoch Formate von 2 bis 200 Personen möglich.


    Ab etwa 20 Personen verändert sich das Setting:


    Dann braucht es eine klare Architektur, geeignete Räume und eine präzise Moderationsstruktur. In großen Gruppen arbeite ich mit Großgruppenformaten, die Dialog, Verantwortung und Entscheidungsfähigkeit auch bei hoher Teilnehmerzahl ermöglichen.


    Wichtig ist nicht die Größe – sondern der Auftrag, die Struktur und die Bereitschaft zur ernsthaften Auseinandersetzung.


    Auch mit 200 Personen kann man an Führung, Verantwortung und Zusammenarbeit arbeiten.

    Man muss es nur professionell rahmen.

  • Wie stärken Sie Teamresilienz und stabile Leistung unter Druck?

    Teamresilienz entsteht durch Struktur, nicht durch Appelle.


    Ich arbeite mit Teams an:

    • klarer Verantwortung und Ownership
    • eindeutigen Entscheidungsprozessen
    • funktionierendem Konfliktmanagement
    • realistischer Priorisierung zur Vermeidung von Überlastung

    Das Ergebnis ist stabilere Teamleistung, weniger verdeckte Konflikte und höhere Leistungsfähigkeit – auch unter Druck.

  • Was unterscheidet Sie von anderen Coaches oder Trainern?

    Ich arbeite wissenschaftlich fundiert – auf Basis der Organisationspsychologie und moderner Organisationsentwicklung.


    Mein Coaching richtet sich an Geschäftsführer:innen und Führungskräfte, die strukturell arbeiten wollen – nicht an Menschen, die nach schnellen Mindset-Impulsen suchen.


    Ich bin kein Motivations- oder Mindset-Coach.

    Ich arbeite mit realen Dynamiken: Macht, Verantwortung, Ownership, Konflikte im Team.


    Das bedeutet:

     • Ich spreche Spannungen offen an.

     • Ich konfrontiere, wenn Vermeidung sichtbar wird.

     • Ich arbeite mit der Gruppe – nicht um sie herum.

     • Ich scheue keine Dynamik, sondern nutze sie als Arbeitsmaterial.


    Kund:innen schätzen meine klare Rückmeldung, meine analytische Schärfe und meine Bereitschaft, auch in schwierigen Phasen präsent zu bleiben. Gerade in konflikthaften Situationen oder unter Druck entsteht oft die entscheidende Entwicklung.


    Ich verbinde Klarheit mit Verbindlichkeit:

    direkt in der Analyse, stabil in der Begleitung.


    Wenn Sie sich ernsthaft mit Führung, Verantwortung und Zusammenarbeit auseinandersetzen wollen – nicht nur mit Methoden –, dann passen wir gut zusammen.

  • Wie hoch ist der Zeitaufwand?

    Für einen ersten Teamworkshop plane ich in der Regel einen halben Tag.


    Das reicht aus, um Dynamiken, Rollen, Verantwortlichkeiten und zentrale Spannungen sichtbar zu machen. Ich beginne bewusst nicht mit einem ganzen Tag, wenn ich das Unternehmen oder die Führungskräfte zum ersten Mal begleite.


    Auf dieser Basis entscheiden wir gemeinsam:

     • Sind kontinuierliche Termine sinnvoll?

     • Reichen fokussierte 2–3 Stunden?

     • Ist ein ganzer Workshoptag zielführend?


    Gerade erfahrene Teams erzielen in 2–3 Stunden oft sehr präzise Ergebnisse – wenn der Rahmen klar ist.


    Grundsätzlich empfehle ich, solche Reflexionsrunden mindestens quartalsweise durchzuführen.

    Kontinuität stärkt Teamresilienz, Konfliktfähigkeit und stabile Leistung.

  • Was bedeutet psychologische Sicherheit (Psychological Safety) im Team – und wie kann man sie erhöhen?

    Psychologische Sicherheit heißt, dass Mitarbeitende Probleme, Fehler und kritische Punkte ansprechen können, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen. Sie erhöhen sie durch klare Gesprächsregeln, konsequente Konfliktklärung und Führung, die Fragen und Widerspruch ausdrücklich einlädt. Entscheidend ist: Offenheit wird mit Verbindlichkeit kombiniert, damit aus „Ansprache“ auch Umsetzung wird. Meine Formate sind gelebte psychologische Sicherheit - denn es wird nicht geschwiegen, sondern ehrlich gesprochen!

  • Wann sollten Sie mich nicht kontaktieren?

    Bitte nicht, wenn Sie:

    • ausschließlich Mitarbeitermotivation steigern wollen
    • Konflikte im Team vermeiden möchten
    • schnelle Tools statt struktureller Klärung suchen
    • keine Bereitschaft zur Führungsreflexion mitbringen

    Ich arbeite mit Führungskräften und Mitarbeitenden, die Verantwortung übernehmen – nicht mit Systemen die nicht an Rollen und Verantwortlichkeiten / Teamführung arbeiten möchten.

Newsletter

Evidenzbasierte Impulse für Teamworkshops & Organisationsentwicklung. 


Ich teile regelmäßig Erkenntnisse aus Organisationsentwicklung und Praxis: Konfliktlösung, Ownership, Teamresilienz und Umsetzung im Alltag – verständlich und ohne Buzzwords.


Kostenlos · Abmeldung jederzeit

Wir verwenden Brevo als unsere Marketing-Plattform. Indem du das Formular absendest, erklärst du dich einverstanden, dass die von dir angegebenen persönlichen Informationen an Brevo zur Bearbeitung übertragen werden gemäß den Datenschutzrichtlinien von Brevo.

Ich unterstütze den Mittelstand in folgenden Regionen


Allgäu | Augsburg | Memmingen | München | Stuttgart | Ulm

📍Schwesterstraße 10, 87700 Memmingen